Arnold Schönbergs Konfrontationen mit Antisemitismus (II)
DOI:
https://doi.org/10.70482/jasc.2018.15.131-162Schlagworte:
Antisemitismus, Karl Lueger, Assimilation, JudentumAbstract
Der Artikel untersucht Konfrontationen Arnold Schönbergs mit Antisemitismus zwischen 1901 und 1917 und legt dabei den Fokus auf die soziokulturellen und politischen Einflüsse, die seine künstlerische und persönliche Entwicklung prägten. Ausgehend von Schönbergs frühem Konfessionswechsel vom Judentum zum Protestantismus und seiner späteren Rückkehr zum Judentum analysiert die Studie, welchen Auswirkungen antisemitische Diskurse in Wien und Berlin auf sein Schaffen und sein Selbstverständnis als jüdischer Künstler hatten. Besondere Aufmerksamkeit gilt den antisemitischen Anfeindungen in der Presse, seiner Rolle in der Wiener Kulturszene und den Auswirkungen des politischen Klimas unter Bürgermeister Karl Lueger. Der Artikel zeigt, wie Schönbergs Erfahrungen mit Judenfeindlichkeit seine Identität formten und schließlich zu einer bewussten Abkehr von Assimilationsbestrebungen führten.
