Arnold Schönbergs Konfrontationen mit Antisemitismus (III)
DOI:
https://doi.org/10.70482/jasc.2019.16.164-254Schlagworte:
Antisemistismus, Jüdische Identität, ZwölftonmethodeAbstract
Arnold Schönberg teilte mit vielen seiner jüdischen Zeitgenossen im deutschsprachigen Raum die Kollektiverfahrung von „Dissoziation“ und „Identitätskrise“. Jahrelange Konfrontationen mit Antisemitismus, existenzielle Erfahrungen im Ersten Weltkrieg, weltanschauliche Sinnsuche sowie die ästhetische Erforschung spiritueller Themen in den 1910er Jahren begleiteten den Prozess von Schönbergs Fokussierung auf seine jüdische Identität. Seine Haltung zum Judentum erfuhr zwischen 1916 und 1921 eine deutliche Profilierung, die nach eigenem Bekunden durch ein Zusammengehen elementarer Erkenntnisse angestoßen wurde.
