Gedanken zur »inneren Wahrheit« in Arnold Schönbergs Opus 6

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.70482/jasc.2019.16.11-22

Schlagworte:

Richard Dehmel, Expressionismus, Acht Lieder op. 6, Lied

Abstract

Der Beitrag untersucht Arnold Schönbergs Acht Lieder op. 6 als einen Wendepunkt in der Entwicklung des Komponisten, der durch eine Hinwendung zum introspektiven Ausdruck gekennzeichnet ist. Anhand von Alles, op. 6/2, der Vertonung eines Gedichts von Richard Dehmel, zeigt sich, wie Schönberg durch kontrapunktische Techniken und motivische Verdichtung die implizite emotionale Tiefe des Gedichts erfasst und dadurch eine neue „innere Wahrheit“ verwirklicht wird. Gasch argumentiert für die Kohärenz des Zyklus durch wiederkehrende Themen der Liebe und der Natur. Die Analyse hebt die Übergangsfunktion des Werks hervor, das seinen späteren expressionistischen Stil vorwegnimmt.

Downloads

Veröffentlicht

2019-10-01