»Berlin 1909–10«. Von Schönberg zu Varèse ... und zurück

Fragmente zu einer transatlantischen Geschichte der »atonalen Moderne«

Autor/innen

  • Federica Di Gasbaro

DOI:

https://doi.org/10.70482/jasc.2018.15.103-130

Schlagworte:

Edgar Varèse, Fünf Orchesterstücke op. 16, Amériques

Abstract

Der Artikel untersucht die transatlantische Rezeption und Transformation von Arnold Schönbergs atonalem Schaffen um 1910 durch Edgard Varèse mit einem Fokus auf Varèses Zeit in Berlin von 1909 bis 1910. Anhand zentraler Werke wie Schönbergs „Fünf Orchesterstücke op. 16” und Varèses „Amériques” wird aufgezeigt, wie Varèse Schönbergs harmonische und motivische Prinzipien adaptierte und weiterentwickelte. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Varèse eigenständigem harmonischem System, das auf chromatischer Expansion und trichordalen Strukturen basiert. Der Artikel beleuchtet zudem die historiografische Bedeutung dieser Wechselbeziehung für eine transatlantische Perspektive auf die musikalische Moderne, die sich von eurozentrischen Narrativen löst und Varèse als eigenständigen Fortführer der atonalen Tradition würdigt. Quellen wie Varèses annotierte Partituren und sein „Hexachord-Diagramm” stützen die These einer tiefgreifenden, jedoch kritischen Aneignung von Schönbergs Innovationen.

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Veröffentlicht

2018-10-01