Unveiling Arnold Schönberg’s Japanese Connection
DOI:
https://doi.org/10.70482/jasc.2019.16.131-163Schlagworte:
Takatoshi Kyogoku, Japanische Musik, Wilhelm Furtwängler, Aihiko SataAbstract
Dieser Beitrag deckt Arnold Schönbergs wenig bekannte Verbindung zu Japan auf. Grundlage ist seine Korrespondenz mit dem japanischen Musikjournalisten Takatoshi Kyogoku. Zudem wird eine potenzielle Lehrmöglichkeit für Schönberg in Japan während der 1930er Jahre untersucht. Der Essay zeichnet Kyogokus Interview mit Schönberg aus dem Jahr 1931 in Berlin und ihre Korrespondenz in der Nachkriegszeit nach, die Schönbergs Offenheit für die Zusammenarbeit mit japanischen Musikern offenbart. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht Wilhelm Furtwänglers Anfrage von 1933 über Schönbergs Interesse an einer Übersiedlung nach Japan, die mit einer breit angelegten Kampagne des japanischen Mediziners Aihiko Sata verbunden war, der vertriebene jüdische Wissenschaftler und Künstler nach Japan einladen wollte. Trotz des letztendlichen Scheiterns der Initiative aufgrund politischer und logistischer Hürden wirft die Studie ein Licht auf Schönbergs transnationale Netzwerke und die Überschneidung von Musik, Politik und Exil während der NS-Zeit.
