»Une grande portée morale pour l’union entre artistes du monde entier«

Schönbergs Tombeau für Debussy und die Anfänge des Parteienstreits um die musikalische Moderne

Autor/innen

  • Ulrich Krämer

DOI:

https://doi.org/10.70482/jasc.2019.16.23-49

Schlagworte:

Tombeau de Debussy, Fünf Klavierstücke op. 23, Alfredo Casella, Nationalismus, Reihentechnik

Abstract

Der Beitrag befasst sich mit Arnold Schönbergs Ablehnung, an dem multinationalen Projekt „Tombeau de Claude Debussy“ der Zeitschrift La Revue Musicale von 1920 mitzuwirken und untersucht seine unveröffentlichte Begründung mit dem Anspruch auf künstlerische Unabhängigkeit. Die Analyse zeigt, welche Rolle Alfredo Casellas polemische Äußerungen über den Niedergang der deutschen Musik für sein musikalisches Denken spielte, was sich u. a. in der Umwidmung seiner geplanten Hommage als Eröffnungsstück der Fünf Klavierstücke op. 23  zeigt – einem Initialwerk der Arbeit mit Tonreihen. Anhand von Archivmaterial ordnet die Studie diese Episode in die Debatten über die nationalen Identitäten und ästhetischen Prioritäten der musikalischen Moderne in der Zwischenkriegszeit ein.

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Veröffentlicht

2019-10-01